Nur ein KNOPFDRUCK im Notfall

Die aktuelle Aprilausgabe der Oberösterreicherin featured einen informativen Artikel über die JAMES Sicherheitsuhr und ihre Verwendung in akuten Anwendungsfällen.

Nicole Madlmayr, April 2020

Es sieht aus wie eine Smartwach, kann allerdings viel mehr. Mit dem Armbandfon kann man auch telefonieren und über einen Notfallknopf rasch anfordern.

Wenn die betagte Mutter allein in einem Haus wohnt oder der Vater an Demenz erkrankt ist, leben die Angehörigen in ständiger Sorge und Alarmbereitschaft. Weil man nie weiß, ob es ihnen gut geht oder sie möglicherweise just in diesem Moment Hilfe benötigen.

„Genau hier setzt unser Armbandfon an.“, erklärt Alexander Seemann von der Linzer Firma Dialog care“, die das Gerät vertreibt. „Es wurde entwickelt, um älteren Menschen ein möglichst selbstständiges Leben zu Hause zu ermöglichen. Selbst wenn sie einen erhöhten Sicherheitsbedarf haben.“

Bewegungszonen für demenzkranke Menschen.

Optisch erinnert das Armbandfon an eine Smartwatch. Allerdings kann es viel mehr: Die integrierte SIM-Karte ermöglicht es, damit zu telefonieren und den träger bei Bedarf zu orten. Via GPS kann die Position exakt bestimmt werden – etwa, wenn ein demenzkranker Mensch einen Spaziergang macht und nicht mehr zurück nach Hause findet. Außerdem funktioniert das Gerät nicht nur in den eigenen vier Wänden, sondern in ganz Europa.

„Man kann einem Demenzkranken sogar Bewegungszonen mit einer passiven Alarmierung einrichten“, sagt Seemann, der als Hundeführer bei Personensuchen genau weiß, wovon er spricht. „Der Träger bekommt das Armbandfon dann mit einem vordefinierten Bewegungsbereich rund um den gewünschten Wohnort. Verlässt er diese Zone, wird ein Alarm ausgelöst und Angehörige oder Helfer können ihn durch die präzise Ortung schnell wiederauffinden.“

Hilfe rund um die Uhr.

Bei einem Sturz oder Unfall reicht es, drei Sekunden lang auf den Bildschirm oder roten Knopf zu drücken, um Hilfe anzufordern. Dabei werden entweder die Angehörigen alarmiert oder Betroffene kommt umgehend in das neue „Care Center“, das rund um die Uhr besetzt ist.

„Wir erleben oft, dass es den älteren Menschen unangenehm ist, zum Beispiel ihre Kinder ständig um Hilfe zu bitten“, erzählt Seemann. „Sie wollen ihnen nicht unnötig zur Last fallen. Die Hemmschwelle, den Notrufknopf zu drücken, ist geringer, wenn sie wissen, dass sie dann Hilfe von unserem care Center bekommen.“

Hilflos nach einem Sturz.

Besonders wichtig ist der Aspekt, dass das Armbandfon direkt am Handgelenk getragen wird. Oft ist es nämlich so, dass ein Mensch nach einem Sturz hilflos am Boden liegt und keine Hilfe holen kann – obwohl sich das helfende Handy nur am Tisch nebenan befindet. Die Uhr hebt dann auch automatisch ab, wenn ein Anruf hereinkommt und der Betroffene nicht mehr in der Lage ist, selbst abzuheben. Das macht das Armbandfon übrigens auch für jüngere Menschen interessant, die gern alleine Skitouren oder Bergsteigen gehen. Wenn bei einem Unfall das Handy dann zum Beispiel im Rucksack nicht erreichbar ist oder man selbigen in bei einem Sturz verloren hat, kann über den Notrufknopf des Armbands Hilfe angefordert werden.

Die Kosten für das Armbandfon belaufen sich auf 299 Euro für das Gerät und 19,90 Euro pro Monat für die Sim-Karte und Software-Updates.