29. März , 2021

Digitale Impulse für Pflege und Betreuung

Digitalisierung als neuer Motor des Pflegesektors

Jeder Dritte ab 65 Jahren lebt allein. Seit Mitte der 1980er hat sich die Zahl der Einfamilien- und Singlehaushalte nahezu verdoppelt – vor allem Senioren leben vermehrt allein. 2020 wurden laut Statistik Austria nahezu vier Millionen Privathaushalte verzeichnet – davon lebten 1.506.000 Menschen allein. Das Anhalten des Trends wird jedoch spätestens 2030 einen massiven Einschnitt in die Lebensqualität und Pflege älterer Personen haben.

Wie die Statistik-Austria-Studie und viele weitere Forschungen belegen, unterliegt unsere Gesellschaft einem demografischen Wandel. Dieser wird in den kommenden Jahren eine deutliche Veränderung der Bevölkerungsstruktur mit sich bringen. Das Ausscheiden der Babyboomer-Generation sowie der Trend zu Singlehaushalten und der Rückgang der Geburtenrate verschärft die Situation im Pflegebereich erheblich. Der Pflegesektor leidet bekanntlich schon seit Jahren unter dem Mangel zertifizierter Fachkräfte. Allein im Jahr 2030 wird für Österreich ein Bedarf von etwa 100.000 Pflegern prognostiziert. Diese Schätzung bedeutet natürlich auch neue Karrieremöglichkeiten in einem vielseitigen Berufsfeld, das bewegt. Die zunehmende Digitalisierung macht die Arbeit im Pflege- und Betreuungsbereichs noch attraktiver.

Mit holistischen Pflegesystemen zum Erfolg

Nicht nur in der häuslichen Pflege, sondern auch im Segment der professionellen Pflegeeinrichtungen besteht ein enormer Bedarf, Pflegekräfte in ihrem Arbeitsalltag zu unterstützen, Tagesabläufe zu optimieren, die Attraktivität des Pflegeberufs selbst zu steigern und die Lebensqualität pflegebedürftiger älterer Menschen zu verbessern. Ein Digitalisierungspotenzial liegt zum Beispiel in der Dokumentation aller pflegerischen Tätigkeiten. Rund 40 % ihrer Arbeitszeit können Pflegende für die Dokumentation ihrer täglichen Arbeit aufwenden. Um diesen Dokumentationsaufwand deutlich zu reduzieren, hat MOCCA, die marktführende Pflegeplattform in Österreich, eine ganzheitliche Software-Suite entwickelt. Einmal implementiert, kann das Pflegepersonal mehr Pflegezeit pro Patient gewinnen.

Eine weitere Lösung zur Entlastung des Pflegealltags und zur Verbesserung der Lebensqualität von Senioren ist das JAMES Tablet, ein spezielles Tablet, welches ältere Menschen mittels seniorenfreundlicher Software und einfacher Bedienung unterhält. Das Tablet dient als ganzheitliche Kommunikationsdrehscheibe zwischen professioneller und häuslicher Pflege. Dementsprechend bringt das System professionelle Pflegetools in das Zuhause der Betreuten. Pflegeorganisationen können Pfleger und pflegenden Angehörigen einen professionellen Pflegeplan inklusive Anweisungen und Video-Tutorials über das JAMES Tablet zukommen lassen. Dabei sind sowohl Plan als auch Content auf die Anforderungen der zu pflegenden Person zugeschnitten. Zudem können Betreuer und Angehörige in der Pflege-App des Tablets tägliche Aufgaben bequem per Checkliste dokumentieren. Mit der Integration weiterer Funktionalitäten wie einem Familienportal zur besseren Kommunikation mit Angehörigen wird das Tablet zu einer ganzheitlichen Serviceplattform weiterentwickelt.

Digitalisierung schafft Zukunft

Sowohl von professionellen Pflegeeinrichtungen und mobilen Pflegern als auch dem großen Bereich der häuslichen Pflege wird eine immer höhere Qualität gefordert. Dieser Fakt soll jedoch nicht vor dem Pflegeberuf abschrecken. Der Pflege-Workflow wird mithilfe digitaler Tools zunehmend erleichtert und bietet Fachkräften die Chance, sich auf das Wesentliche, den Betreuten, zu konzentrieren und gleichzeitig auf neue Herausforderungen reagieren zu können.

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